Trockenheitsverträgliche heimische Pflanzen für Sandboden
Sandboden erwärmt sich schnell, hält aber kaum Wasser. Was für viele Zierpflanzen ein Problem ist, ist für heimische Magerrasen-Arten ideal. Dazu gehören besonders viele Futterpflanzen für Wildbienen.
Warum Sandboden ein Vorteil sein kann
Auf nährstoffarmem Boden wachsen weniger Gräser, die Blütenpflanzen überwuchern. Es blüht vielfältiger und länger. Außerdem nisten viele bodenbewohnende Wildbienen gern in offenen, sandigen Stellen.
Geeignete Arten
- Heide-Nelke (Dianthus deltoides): Juni bis September, niedrig, Schmetterlingspflanze
- Sand-Thymian (Thymus serpyllum): Mai bis August, Teppichbildner, Bienenweide
- Berg-Sandglöckchen (Jasione montana): Juni bis August, mager und sonnig
- Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare): Juni bis September, sehr beliebt bei Wildbienen
- Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella): Mai bis August, bodendeckend
- Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa): Juni bis August
- Echtes Labkraut (Galium verum): Juni bis September, duftet nach Honig
- Silberdistel (Carlina acaulis): Juli bis September, Samenstände für Vögel
Pflanzen und Pflegen
Pflanze im Herbst oder zeitigen Frühjahr und gieße im ersten Jahr regelmäßig. Danach kommen die meisten Arten allein zurecht. Dünge nicht, und mulche nicht mit Kompost, sondern lasse Teile des Bodens offen.
Sandarium anlegen
Eine kleine Fläche mit blankem, sonnigem Sand bietet Nistplätze für Wildbienen. Etwa ein Quadratmeter und 30 Zentimeter Tiefe reichen schon.