Bodentypen

Heimische Stauden für Lehmboden in Bayern: 12 Arten für Bienen

Dein Name1 Min. LesezeitAktualisiert am 08.10.2026

Lehmboden speichert Wasser und Nährstoffe, ist aber schwer und im Frühjahr oft lange nass. Viele heimische Wildstauden kommen damit gut zurecht und liefern über Monate Nektar und Pollen.

Was Lehmboden besonders macht

Lehm besteht aus feinen Teilchen, die Wasser lange halten. Im Sommer reißt er bei Trockenheit auf, im Winter staut sich Nässe. Pflanzen, die beides aushalten, haben hier die besten Chancen.

Tipp: Mische bei der Pflanzung etwas groben Sand oder Splitt unter. Das lockert den Boden, ohne ihn zu düngen.

12 heimische Stauden für Lehmboden

  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea): Juni bis Oktober, sonnig, beliebt bei Hummeln und Schmetterlingen
  • Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense): Juni bis August, sonnig bis halbschattig
  • Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare): Juli bis September, sehr beliebt bei Wildbienen
  • Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare): Mai bis Juli, sonnig
  • Blutweiderich (Lythrum salicaria): Juli bis September, verträgt feuchten Lehm
  • Wiesen-Glockenblume (Campanula patula): Mai bis Juli, wichtige Futterpflanze für spezialisierte Wildbienen
  • Wilde Malve (Malva sylvestris): Juni bis September, kurzlebig, sät sich selbst aus
  • Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium): Juni bis Oktober, sehr robust
  • Wiesen-Salbei (Salvia pratensis): Mai bis Juli, besonders auf kalkhaltigem Lehm
  • Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa): Juni bis August, sonnig
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum): Juni bis August, Pollenquelle
  • Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare): Juni bis September, sonnig, Magnet für Mauerbienen

So pflanzt du richtig

Die beste Pflanzzeit ist der Herbst, solange der Boden noch warm ist. Setze die Stauden in kleine Gruppen von drei bis fünf Pflanzen, das erleichtert Insekten die Suche. Gieße nach dem Einpflanzen gründlich und mulche dünn mit Mähgut.

Häufige Fehler

Zu viel Dünger macht Wildstauden weich und kurzlebig. Auch gefüllte Zuchtformen helfen Insekten kaum, weil sie oft keinen Nektar und Pollen mehr bieten. Kaufe deshalb nach Möglichkeit Pflanzen aus regionaler Wildherkunft.

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